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		<title>Potassiums Weblog - One step ahead of the average nerd - Kategorie: Notfallsanitaeter-Ausbildung</title>
		<ttl>30</ttl>
		
<item>
	<title><![CDATA[NKI abgeschlossen]]></title>
	<description><![CDATA[Vor nun mittlerweile zwei Wochen konnte ich nach etwas weniger als 9 Jahren Vereinszugehörigkeit nun die letzte Ausbildungsstufe als Sanitäter, die in Österreich derzeit möglich ist, abschließen - mit Auszeichnung versteht sich ;-)<br />
<br />
<a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=33">Angefangen habe ich als Zivildiener im Novemberturnus 2006.</a> Nach rund 2 Monaten habe ich dann den <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=109">Rettungssanitäter (RS) abgeschlossen</a> und am Ende meines Zivildienstes, den ich fast ausschließlich am Krankentransportwagen (KTW) verbracht habe, habe ich die interne Weiterbildung zum zweiten Sanitäter auf dem Rettungswagen (RTW) gemacht. <br />
Nach dem Zivildienst bin ich dem Verein als ehrenamtlicher treu geblieben und konnte so als <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=474">2. Sanitäter auf der Notfallrettung</a>, im Krankentransport, im Organtransport, Ärztefunkdienst und im Katastrophenhilfsdienst (damals noch Katastrophenschutzzug, kurz K-Zug) erste Erfahrungen sammeln. So ging das bis 2011 und von da an war ich in der Ausbildung zum Notfallsanitäter (NFS), welche ich im Winter 2011 auch mit Auszeichnung (jaja ich weiß Selbstlob stinkt - mir egal!) <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1218">abgeschlossen habe</a>. <br />
Im Jahr darauf folgten dann die Ausbildung zur <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1261">allgemeinen Notfallkompetenz Arzneimittellehre (NFS NKA)</a> und <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1284">allgemeine Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion (NFS NKV).</a><br />
<br />
So habe ich mir dann mit regelmäßigen Diensten als Lenker und transportführendem Sanitäter auf dem Rettungswagen die Zeit vertrieben und weil das ja noch nicht ausreichend Freizeit reduziert ist, habe ich auch noch die Leitung der Sanitätsgruppe übernehmen dürfen, in der ich mittlerweile tatkräftige Unterstützung von zwei meiner besten Freunde erhalte.<br />
<br />
Im Frühling dieses Jahres hat nun dann der vorerst letzte Teil meiner medizinischen Ausbildung angefangen - jener zum Notfallsanitäter mit besonderer Notfallkompetenz Intubation und Beatmung (NFS NKI). Neben dem <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1408">theoretischen Kurs im Ausmaß von 30 Stunden</a>, inkludiert dieser ein noch mindestens <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1415">80 stündiges Praktikum</a> in einem geeigneten Krankenhaus, bei dem man die praktischen Aspekte der Atemwegsicherung lernen und verinnerlichen soll (allen voran natürlich die endotracheale Intubation).<br />
<br />
Die kommisionelle Abschlussprüfung besteht im Anschluss an den Kurs aus 3 Teilgebieten - Recht, Anatomie sowie Atemwegmanagement sowie einem Praxisbeispiel. Meine Fragen waren btw: "Voraussetzungen für die Anwendung aller Notkompetenzen", "Aufbau, Funktion und Lage des Kehlkopfes inkl. nervöser Versorgung" sowie "Indikation, Kontraindikation, Komplikationen, Vorteile und Nachteile des Larynxtubus". <br />
Obwohl die Fragen kurz und bündig klingen, bedarf es für die ausreichende Beantwortung doch relativ viel Zeit. Bei den Praxisbeispielen schließlich musste jeder Teilnehmer des Kurses einmal als Teamleiter ein Advanced-Life-Support Beispiel leiten, welches schließlich in einer endotrachealen Intubation mündete. <br />
<br />
Der langen Rede kurzer Sinn: Habe fertig! <br />
<br />
<img alt='NKI badge ' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/NKI_badge_19.10.2015.jpg' title='NKI badge ' class='blogged_image' border='0' /><br />
<br />
Und hier noch der selbstgemachte Special NKI Badge von meiner Maus:<br />
<br />
<a href="https://potassium.1338.at/upload/pictures/special_NKI_badge_19.10.2015_big.jpg"><img alt='special NKI badge ' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/special_NKI_badge_19.10.2015_small.jpg' title='special NKI badge ' class='blogged_image' border='0' /></a><br />
<span style="font-size:small;">Special NKI Badge</span><br />
<br />
<br />
<br />
Für alle die noch was über die Notfallsanitäter Ausbildung lesen wollen, sei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Notfallsanitäter#Notfallsanit.C3.A4ter_in_.C3.96sterreich" target='_blank'>Wikipedia-Artikel</a> empfohlen. Ist allerdings etwas dürftig.]]></description>
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	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1438</link>
	<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 17:12:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettungssanitäteralltag, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[NKI-Praktikum]]></title>
	<description><![CDATA[Die vergangenen zwei Wochen durfte ich täglich über 8 Stunden in insgesamt 6 verschiedenen OPs verbringen um meine Fertigkeiten in Punkto Atemwegssicherung mit speziellem Fokus auf die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Endotracheale_Intubation" target='_blank'>endotracheale Intubation</a> zu verbessern. <br />
Ich konnte bereits am ersten Tag einen Großteil des Teams kennen lernen und hab von Anfang an das Glück gehabt sehr engagierte Kollegen zu haben, die alles daran gesetzt haben, dass ich möglichst viel sehe und unter Aufsicht auch selbst durchführen konnte. So konnte ich in diesen zwei Wochen etliche Male intubieren, habe unzählige venöse Zugänge gelegt, und mindestens ebensoviele Larynx-Masken gesetzt. Selbstverständlich muss man bei den Basics anfangen und so habe ich erst einmal einige Tips und Tricks für eine möglichst gute Beutel-Masken-Beatmung geklärt, welche mittlerweile auch schon wirklich gut funktioniert.  <br />
Der Unterschied den ein kleiner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Guedel-Tubus" target='_blank'>Guedel-Tubus</a>  ausmacht, hatte ich seit jeher unterschätzt und erst durch dieses Praktikum ist mir gewahr geworden wieviel leichter die Beatmung damit oft wird. Im Verlauf der zwei Wochen durfte ich bei einem äußerst anspruchsvollen Atemweg auch bei einer fiberoptische Intubation assistieren und war heilfroh darüber, dass ich es nicht selbst machen musste :D<br />
<br />
Ich hab auch eine Menge über den täglichen Ablauf im OP, über einige Operationsmethoden und über Intensivmedizin generell gelernt. Nicht zuletzt war auch Narkoseführung und die Wahl der unterschiedlichen Analgetika und Hypnotika am Programm und so konnte ich aus extrem vielen Bereichen viel Wissen und Erfahrung mitnehmen.<br />
<br />
Wenn das Praktikum mir aber vor allem eines gebracht hat ist es eines: einen riesigen Respekt vor den Fertigkeiten der Atemwegssicherung. ]]></description>
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	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1415</link>
	<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 18:06:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Lang lang ists her...]]></title>
	<description><![CDATA[...aber nun dürfen Niko, Michi und ich bald wieder gemeinsam die Schulbank drücken - im Mai steht der NKI-Kurs<sup>[1]</sup> an. Außerdem erster Sanikurs mim Mathias!<br />
<br />
<img alt='*laola*' src='https://potassium.1338.at/upload/smilies/laola.gif' title='*laola*' class='blogged_image' border='0' /><br />
<br />
<sup>[1]</sup> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Notfallsanitäter#Besondere_Notfallkompetenz" target='_blank'>Notfallsanitäter mit besonderer Notfallkompetenz Intubation und Beatmung</a>]]></description>
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	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1408</link>
	<pubDate>Sat, 07 Mar 2015 14:53:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettung, RTW, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Seit heute NKV (allgemeine Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion) [update]]]></title>
	<description><![CDATA[Auch diese Hürde wäre geschafft: Habe heute die Prüfung zum Notfallsanitäter mit <em>allgemeiner Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion</em> mit Auszeichnung bestanden.<br />
<br />
<div class='center'><img alt='Picture' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/nfs_nkv_schild_11.09.2012.jpg' border='0' class='blogged_image' /></div><br />
<br />
<br />
Somit darf ich neben meinen Medikamenten, welche ich bereits mit der <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1261">NKA</a> geben durfte auch noch kristalloide Infusionen sowie Glucose Infusionen anhängen und selbstständig periphervenöse Zugänge legen.<br />
Dazu sagt das Sanitätergesetz folgendes:<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>§ 11. (1) Notfallsanitäter können die Berechtigung zur Durchführung folgender allgemeiner Notfallkompetenzen erwerben:										<br />
1. Arzneimittellehre, das ist die Verabreichung spezieller Arzneimittel, soweit diese zuvor durch den für die ärztliche Versorgung zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 1 schriftlich zur Anwendung freigegeben wurden (Arzneimittelliste 2), und<br />
2. <strong>Venenzugang und Infusion, das ist die Punktion peripherer Venen und Infusion kristalloider Lösungen, jeweils im Rahmen von Maßnahmen zur unmittelbaren Abwehr von Gefahren für das Leben oder die Gesundheit eines Notfallpatienten, soweit das gleiche Ziel durch weniger eingreifende Maßnahmen nicht erreicht werden kann.</strong><br />
<br />
(2) Voraussetzung für die Durchführung allgemeiner Notfallkompetenzen ist<br />
1. die Berechtigung des Notfallsanitäters hiezu auf Grund der jeweiligen erfolgreich absolvierten Ausbildung gemäß §§ 38 bis 40 und<br />
2. die Anweisung eines anwesenden Arztes oder<br />
3. sofern ein Arzt nicht anwesend ist, die vorangehende Verständigung des Notarztes oder die Veranlassung derselben.</fieldset><br />
<br />
Nächste Stufe ist nun der NKI - <em>Notfallsanitäter mit besonderer Notfallkompetenz Beatmung und Intubation</em><br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>§ 12. (1) Der Notfallsanitäter kann entsprechend dem Stand der medizinischen Wissenschaft die Berechtigung zu weiteren Tätigkeiten, insbesondere zur Durchführung der endotrachealen Intubation ohne Prämedikation und endotrachealen Vasokonstriktorapplikation (Beatmung und Intubation), erwerben.<br />
<br />
(2) Voraussetzung für den Erwerb der Berechtigung gemäß Abs. 1 ist<br />
1. die Berechtigung zur Durchführung der allgemeinen Notfallkompetenzen gemäß § 11 und<br />
2. die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung gemäß §§ 41 und 42.<br />
<br />
Die Berechtigung ist vom erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an mit zwei Jahren befristet und darf erst nach Überprüfung der Kenntnisse gemäß § 51 Abs. 3 (Rezertifizierung) neuerlich erteilt werden.<br />
<br />
(3) Voraussetzung für die Durchführung der Tätigkeiten gemäß Abs. 1 ist										<br />
1. eine schriftliche Ermächtigung durch den für die ärztliche Versorgung zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 1 und<br />
2. eine entsprechende Anweisung eines anwesenden Arztes oder<br />
3. sofern ein Arzt nicht anwesend ist, die vorangehende Verständigung des Notarztes oder die Veranlassung derselben.</fieldset><br />
Das wird aber noch zumindest ein Jahr dauern fürchte ich.]]></description>
	<guid>https://potassium.1338.at/index.php?id=1284#RHs8ee</guid>
	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1284</link>
	<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 16:51:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Medizin, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[NKV-Kurs und Uni]]></title>
	<description><![CDATA[Nachdem ich seit <a href="https://potassium.1338.at/index.php?id=1261">Anfang Juni NFS-NKA</a> bin, habe ich nun am Samstag den NKV-Kurs(<em>Allgemeine <strong>N</strong>otfall<strong>k</strong>ompetenz <strong>V</strong>enenzugang und Infusionen</em>) besuchen dürfen.<br />
Habe nun die theoretische Fertigkeit erlernt in eine periphere Vene eine Venenverweilkanüle zu applizieren und werde dieses theoretische Wissen im August im Rahmen eines Spitalspraktikums im Allgemeinen Krankenhaus mit der praktischen Fertigkeit kombinieren, sprich ich geh Zugang legen üben <img alt=':D' src='https://potassium.1338.at/upload/smilies/biggrin.gif' title=':D' class='blogged_image' border='0' />.<br />
<br />
Im September ist dann Prüfung. Apropos Prüfung: Die Uni verlangt mir im Moment einiges ab, so lerne ich gleichzeitig für die Prüfung <em>Atemphysiologie und Beatmungstechniken</em> sowie <em>Anorganische Molekularchemie</em>, außerdem hab ich morgen eine Präsentation im Rahmen der LVA <em>Moderne 1D- und 2D-NMR-Methoden</em>  und schließlich folgt dann im Juli noch die Prüfung <em>Medizinsche Chemie</em>. Nicht zu vergessen mache ich gerade Wahlpraktikum im Bereich der Makromolekularchemie auf dem Institut für Angewandte Synthesechemie...Nun dann auf in eine arbeitsreiche Woche!]]></description>
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	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1267</link>
	<pubDate>Sun, 24 Jun 2012 22:28:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Uni, Technische Chemie, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Seit heute NKA (Notfallkomptenz Arzneimittellehre)]]></title>
	<description><![CDATA[Darf stolz verkünden, dass ich seit heute die Berechtigung zur Verabreichung spezieller Medikamente, die zuvor vom für die ärztliche Versorgung zuständigen Arzt schriftlich freigegeben wurden. In kurz: Ich habe die Prüfung zur Ausbildung <em>allgemeine Notfallkompetenz Arzneimittellehre</em> mit Auszeichnung bestanden. <br />
<br />
Für die Interessierten:<br />
Diese Notfallkompetenz berechtigt mich bei Anwesenheit und auf die Anweisung eines Arztes oder nach der Nachforderung eines Notarztes bei folgenden Krankheitsbildern Medikamente zu verabreichen (Arzneimittelliste 2). Die genaue Applikation erfolgt nach einem Algorithmus der strikt eingehalten werden muss (SOP). Geregelt ist die Gabe durch <a href="http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40027452/NOR40027452.html" target='_blank'>SanG §11</a>.<br />
<br />
<ul><li>Hypoglykämie mit verändertem Bewusstsein -> Gabe von Glucose</li><li>Opiatintoxikation mit Atemdepression -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naloxon" target='_blank'>Naloxon</a></li><li>Anaphylaktischer Schock -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenalin#Notfallmedizin" target='_blank'>Adrenalin</a></li><li>Herzkreislaufstillstand -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenalin#Notfallmedizin" target='_blank'>Adrenalin</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amiodaron" target='_blank'>Amiodaron</a> im Falle eines schockbaren Rhytmus)</li><li>Cerebraler Krampfanfall -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Midazolam" target='_blank'>Midazolam</a></li></ul>
<br />
Das erweitert das Medikamenten-Arsenal, dass ich bereits als Notfallsanitäter im Rahmen der Regelkompetenz verabreichen durfte (Arzneimittelliste 1).<br />
<ul><li>Akutes Koronar Syndrom  (zB Herzinfarkt) -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Acetylsalicylsäure" target='_blank'>Acetylsalicylsäure</a> (Aspirin)</li><li>Hypertensive Krise -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrolingual#Medizin" target='_blank'>Nitroglycerin</a></li><li>Lungenödem -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrolingual#Medizin" target='_blank'>Nitroglycerin</a></li><li>akuter Bronchospasmus (z.B. Asthmaanfall) -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fenoterol" target='_blank'>Fenoterol</a> + <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipratropiumbromid" target='_blank'>Ipratropiumbromid</a> (Berodualin)</li></ul>
<br />
Auch diese müssen strikt nach einem Algorithmus verabreicht werden. Die Algorithmen zur Gabe dieser Medikamente sind zumindest in Wien einheitlich. Sprich alle Notfallsanitäter bzw Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz Arzneimittellehre (NKA) der Organisationen: Arbeiter Samariterbund, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hospitaldienst, Rotes Kreuz und Wiener Rettung (MA 70) haben die gleichen SOPs und können sich dementsprechend gut bei der Zusammenarbeit unterstützen.<br />
<br />
In zwei Wochen folgt dann der Kurs für die <em>allgemeine Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion</em>. Nach dem Kurs muss man 40 Stunden in der Notaufnahme eines Spitals ein Praktikum machen, bei dem das Legen einer Venenverweilkanüle übt und übt und übt. Ich freu mich schon!]]></description>
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	<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 19:50:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Medizin, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[EKG Training online]]></title>
	<description><![CDATA[Für die unter euch, die ihre Skills beim Befunden von EKGs auch online regelmäßig oder auch nur ab und an trainieren wollen, ist <a href="http://ekg-training.at" target='_blank'>www.ekg-training.at</a> die richtige Anlaufstelle.<br />
<br />
<a href="http://ekg-training.at" target='_blank'><img alt='Picture' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/ekg_training_screenshot_27.02.2011.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<br />
Auf dieser Seite Bloggen Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen und Medizinstudenten mit innerklinischem und prähospitalem Hintergrund EKGs teilweise mit ganzen Fallbeispielen, die der geneigte Leser dann lösen kann.<br />
Es steht dabei jedem frei, ob er das ganze nur im Kopf macht, oder ob er auch einen Kommentar dort hinterlassen will.<br />
Ich kann es jedem nur empfehlen, denn man kann nur das, was man regelmäßig übt!]]></description>
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	<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 22:54:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettungssanitäter-Ausbildung, Medizin, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Feuertaufe]]></title>
	<description><![CDATA[Mein erster Dienst als NFS am Rettungswagen hat sehr unspektakulär begonnen. Ein betrunkener der in einen Raufhandel verwickelt war, eine ältere Dame, deren größtes Problem das fehlende Abendessen war. So hats angefangen ...<br />
<br />
Nichts weiter erwartend kam der nächste Einsatz "32B04 - Unklares Geschehen - Fremdsprachiger Anrufer wurde nicht verstanden". Najo, das kann ja heiter werden. Vermutlich wieder mal Fieber und Unwohlsein seit 2 Wochen. Also Rucksack geschnappt und auf geht's.<br />
Auf halbem Weg vom Auto zum Haus kommen uns zwei Erwachsene mit einem leblosen Kind entgegen mit den Worten "Atmet nicht mehr!" Also ruckzuck das Kind geschnappt und ins Auto auf die Trage gelegt. Und nun gehts los im Hirn: ABCDE, Kritisch? Nicht kritisch? Was ist eigentlich passiert?<br />
GFI (General First Impression): Kind, 2 Jahre alt, bewegungslos und reagiert nicht auf Ansprache und nur minimal auf Schmerzreiz, es sind keine Blutungen zu sehen. Puls peripher vorhanden.<br />
<br />
<strong>A</strong> scheint verlegt zu sein -> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Esmarch-Handgriff" target='_blank'>Esmarch-Handgriff</a> eröffnet den Atemweg und damit wird er freigehalten<br />
<strong>B </strong>zeigt deine deutlich erhöhte Atemarbeit, aber beidseitige gleiche Thoraxexkursionen, SpO2 von 72, Lunge auskultiert, jedoch auf Grund der lauten Umgebung nichts gehört. Da die Sättigung so mies ist und das Kind deutliche Zeichen einer Atemnot zeigt, wurde das Kind als kritisch eingestuft und der Notarzt nachgefordert. Weiters erfolgt die Gabe von 12 l/min O2 über eine Maske mit Reservoir.<br />
<strong>C</strong> zeigt eine kühle Haut, nicht schweißig, minimale Zyanose um die Lippen, peripherer Puls von 80 aber kräftig. Parallel dazu erfolgt ein Monitoring mittels 3-Kanal EKG und Pulsoxymetrie.<br />
<strong>D</strong> zeigt ein initial soporöses Kind mit mittelweiten gleichseitigen Pupillen, dass nicht Schreit und auch sonst nicht adäquat reagiert mit einem GCS von 7.<br />
<strong>E</strong> bestätigt nocheinmal, dass das Kind kritisch ist. Es wird komplett entkleidet, um nix zu übersehen, und anschließend in eine Rettungsdecke gewickelt, zwecks Wärmeerhalt.<br />
<br />
Im weiteren Verlauf bessert sich die Sauerstoffsättigung des Kindes sehr schnell auf Werte von über 90 und schließlich auf 100%, wobei die Herzfrequenz auf 150-160 bpm ansteigt. Das Kind beginnt sich gegen die gesetzten Maßnahmen zu wehren und klart zunehmend auf. Als der Notarzt eintrifft ist das Kind bereits heftig am Weinen und Schreien, wobei die Sauerstoffsättigung wieder auf etwa 80 absinkt. Dies könnte aber auch auf die heftigen Bewegungen des Kindes zurück zu führen sein.<br />
Die Anamnese ergibt, dass das Kind am Nachmittag 38 °C Fieber hatte und der Vater bereits ein Zäpfchen Mexalen verabreicht hatte. Vor Alarmierung der Rettung hat das Kind, laut dem Vater, am ganzen Körper gekrampft und anschließend rhythmisch gezuckt, was einen Fieberkrampf wahrscheinlich macht. Weiters erfahren wir, dass das Kind bereits 2 Operationen auf Grund eines Hydrocephalus (Wasserkopf) hatte und deswegen kein gutes Verhältnis zu Ärzten hat. Eine weitere Anamnese war auf Grund der eingeschränkten Deutschkenntnisse der Eltern nicht möglich.<br />
<br />
Das Kind wird zur Beruhigung der Mutter auf den Schoß gesetzt und unter weiterem Monitoring unter Notarztbegleitung auf eine Kinderstation transportiert. Vor der Abfahrt hat sich die Sättigung bereits soweit gebessert, dass eine weitere Sauerstoffgabe nicht mehr notwendig ist, da das Kind die Maske sowieso nicht toleriert, erfolgt der weitere Transport ohne zusätzlicher Sauerstoffgabe.<br />
Die Fahrt ins Krankenhaus verläuft Komplikationslos und das Kind beruhigt sich zusehendes und bei der Ankunft im Krankenhaus wirkt es, als wäre nie etwas passiert.<br />
<br />
Wieder einmal hab ich gesehen, dass man im Rettungsdienst stets das Unerwartete erwarten muss. Ich bin sehr froh, dass ich mit einem so routinierten Team gefahren bin, mit dem ich gut zusammenarbeiten konnte, sodass das Kind bei Eintreffen des Notarztes bereits rundum versorgt war. <br />
Balsam für die Seele war auch das anschließende Lob des Notarztes, dass wir das sehr gut gemanaged haben.<br />
<br />
So langweilig mein "Übergabedienst" war, so spannend war mein erster alleiniger Dienst.<br />
Bin schon gespannt wie die nächsten Dienste so werden :-)]]></description>
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	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1222</link>
	<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 23:12:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettung, RTW, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Endlich Notfallsanitäter]]></title>
	<description><![CDATA[Nun ist es endlich soweit. Nach langem und harten Lernen, einer furchtbaren Vor-Prüfungs-Nacht und einem Tag der von mehr Adrenalin kaum geprägt sein hätte können, darf ich voller Freude verkünden:<br />
Ich hab die Notfallsanitäter-Prüfung mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.<br />
Hiermit habe ich die Berechtigung zur Tätigkeitsausübung als "Notfallsanitäter" erlangt und bin zur Führung der Tätigkeitsbezeichnung Notfallsanitäter (NFS) berechtigt.<br />
<br />
<strong>1. Teilprüfung:</strong><br />
Notfallmedizin (=erweiterte Kenntnisse in den Gebieten Anatomie und Physiologie, Störungen der Vitalfunktionen und Regelkreise und zu setzende Maßnahmen, spezielle Notfälle und zu setzende Maßnahmen, Hygiene, Arzneimittellehre)<br />
Beurteilung: sehr gut<br />
<br />
<strong>2. Teilprüfung:</strong><br />
Gerätelehre und Sanitätstechnik<br />
Beurteilung: sehr gut<br />
<br />
<strong>3. Teilprüfung:</strong><br />
Einsatztaktik, Rettungswesen, Katastrophen, Großschadensereignisse, Gefahrgutunfälle<br />
Beurteilung: sehr gut<br />
<br />
<a href="https://potassium.1338.at/upload/pictures/notfallsanitaeter_abschluss_pruefung_01.12.2011_big.jpg"><img alt='Picture' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/notfallsanitaeter_abschluss_pruefung_01.12.2011_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<span style="font-size:small;">Die vier Sanis (von 9) die heute die Prüfung bestanden haben</span><br />
<br />
Besonderen Dank an dieser Stelle an meinen Schatz, Michelle, die mich die letzten Tage und Wochen ausgehalten und immer Unterstützt hat, was sicher nie einfach war (noch schwerer als sonst ;-)).<br />
Weiters besonderen Dank an die Mia, die nicht nur dieses großartige Plakat angefertigt hat, sondern uns <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pre_Hospital_Trauma_Life_Support" target='_blank'>PHTLS</a> so gut beigebracht hat, dass es heute nix daran zum Aussetzen gab. Außerdem hat sie dieser großartige Plakat mit der Aufschrift <em>Ich scheiß auf deine Pleura</em> gebastelt. Was es mit diesem Spruch für eine Bewandtnis hat, das an anderer Stelle.<br />
<br />
Außerdem natürlich auch einen großen Dank an das Team-ABZ im speziellen Conny, Reini und Gabi und die vielen anderen Trainer, die uns in vielen vielen Stunden unser Wissen eingetrichtert haben. DANKE!<br />
<br />
<a href="https://potassium.1338.at/upload/pictures/notfallsanitaeter_abzeichen_01.12.2011_big.jpg"><img alt='Picture' src='https://potassium.1338.at/upload/pictures/notfallsanitaeter_abzeichen_01.12.2011_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<span style="font-size:small;">Auch das lang ersehnte Abzeichen haben wir heute gleich gemeinsam mit dem Zeugnis erhalten.</span><br />
<br />
So und nun gehts ans Feiern!]]></description>
	<guid>https://potassium.1338.at/index.php?id=1218#</guid>
	<link>https://potassium.1338.at/index.php?id=1218</link>
	<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 18:32:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Medizin, Rettung, Fotos, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[5 Jahre sind es nun]]></title>
	<description><![CDATA[Am 02.11.2006 hat etwas begonnen, dass mein Leben auf viele Jahre verändern sollte. Ich lernte neue Leute kennen, habe viele neue Freunde gewonnen und was der Staat mir aufs Aug' gedrückt hat ist mir zu einem lieben Hobby geworden. Der Zivildienst bei den Johannitern war nach nur 9 Monaten vorbei.<br />
Die Freundschaften und die Freude am Rettungsdienst ist geblieben, hat sich sogar noch verstärkt.<br />
Jetzt da ich den Notfallsanitäter-Kurs mache, und beinahe schon abgeschlossen habe, wird mir erst klar wieviel Zeit und Energie ich bereits in diesen Verein gesteckt habe.<br />
Hätte ich während alle dieser Stunden, Tage oder Wochen für Geld gearbeitet, wäre ich heute um eine schöne Stange Geld reicher. Doch das ist nicht was ich wollte und will.<br />
So hoffe ich, dass ich noch lange Zeit die Freiheit habe meine Freizeit mit einem - wie ich finde -  so sinnvollen Hobby zu nutzen und freue mich auf viele weitere Stunden mit meine Kollegen und Freunden im Einsatz und beim Training.]]></description>
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	<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 22:19:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Allgemein, Zum Nachdenken, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Langsam steigt die Nervosität]]></title>
	<description><![CDATA[Die Nervosität steigt langsam aber sicher, denn der 1. Dezember naht in immer größeren Schritten. Ich bin noch nicht einmal mit der Ausarbeitung des Anatomie-Stoffes fertig und die nächsten Tage versprechen auch nicht sehr arbeitsintensiv in dieser Beziehung zu sein. <br />
Immerhin sind nur mehr 2 praktische Übungstage für den NFS-Kurs zu absolvieren. Noch ein Dienst am NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) und das Fahrpraktikum ist auch beendet.<br />
Dann geht es noch darum die 1330 Seiten Buch, die Mitschrift und die diversen ausgeteilten Folien zu lernen. Und natürlich alle Algorithmen, wobei die das kleinste Problem darstellen, denke ich.<br />
]]></description>
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	<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 21:31:00 +0100</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Glück im Unglück [update]]]></title>
	<description><![CDATA[33C06V "Hypertonie" steht im Freitextfeld. Der Notarzt ist wenig begeistert, stellt sich doch so manche Hypertonie im Endeffekt als totaler Schwachsinn heraus und eröffnet mir gleich, dass dieser Einsatz komplett mir überlassen wird. Das ist im NFS-Praktikum durchaus üblich, da wir als angehende NFS ja lernen Müssen auch Notfall-Einsätze eigenständig abzuhandeln.<br />
Gerufen werden wir in ein Pensionistenwohnheim, wo uns der anwesende Krankenpfleger die Tür öffnet und uns berichtet, dass die Patienten einen Blutdruck von 190/110 hätte obwohl sie brav ihre Medikation genommen hätte.<br />
Die Patientin finden wir sitzend am Bett vor, sie klagt über leichten Schwindel beim Aufstehen hat aber ansonsten keinerlei Beschwerden. Keine Schmerzen, Atemnot, Sehstörungen...<br />
Nun gut, der von uns erhobene Blutdruck bestätigt die Werte, die der Pfleger uns bereits mitgeteilt hat. Ein durchgeführtes EKG ergibt keinerlei Auffälligkeiten: Sinusrhytmus mit einer Frequenz von 70. Soweit so gut. Nachdem die Patientin mehrere male kund getan hat, dass sie keinesfalls ins Spital will, gebe ich in Absprache mit dem Notarzt erst einen Hub Nitroglycerin und messe in entsprechendem Abstand den Blutdruck nach. Viel hat sich noch nicht getan...also noch ein Hub Nitroglycerin. Unterdessen läutet das Telefon des Pflegeres einige male und er beschwichtigt den Gegenüber jedes mal, dass er gerade keine Zeit hat. <br />
Der Blutdruck unserer Patientin ist mittlerweile auf juvenile 140/90 gesunken und ist vollständig beschwerdefrei. Die Patientin wird von uns in die Obhut des Pflegers übergeben, der für die Dame ein Bett auf der im Haus befindlichen Bettenstation zugesagt hat. Nun hätte der Pfleger aber noch ein Anliegen an uns: Ob wir uns einen 2. Patienten ein paar Stockwerke höher ansehen können, der hätte Brustschmerzen.<br />
Natürlich tun wir das auch.<br />
Wir betreten das Zimmer, ich voran, im Kopf das ABCDE-Schema. Blickdiagnose: Da hats was!<br />
Der Patient ist cyanotisch und würgt - fast wirkt es als hätte er etwas verschluckt. Ein rasches Aufsetzen um dem Patienten die Atmung zu erleichtern bringt keinerlei Besserung - im Gegenteil.<br />
Also reagiert unser Notarzt rasch und verlangt ein Laryngoskop sowie eine Magill-Zange. Ergebnis: A ist frei, B ist insuffizient. Reanimation!<br />
Patient auf den Boden und nun läuft die Sache wie am Schnürchen. Einer führt die Herzdruckmassage aus, dem Notarzt wird der Beatmungsbeutel gereicht, die Defi-Elektroden werden aufgeklebt und die erste Analyse steht an. Blickdiagnose durch den Notarzt: Kammerflimmern. Laden - Schock - weiter mit der Herzdruckmassage. Soweit so gut oder doch nicht? Der 4. Kollege fehlt, der ist gerade unterwegs zum Auto neuen Einsatz anlegen und neuen Schein holen. Also schnell den Kollegen angerufen und über die aktuelle Situation informiert.<br />
Währenddessen läuft die Reanimation ohne Sauerstoff und Sauger, kann man nix machen. Mittlerweile 2. Schock, da das Kammerflimmern persistiert. Immer noch nix. Der Notarzt richtet sich derweil selbst den Zugang her und sticht, während ich den Thorax des Patienten bearbeite und der 3. im Bunde die Beatmung übernimmt.<br />
Nun ist auch der Kollege vom Auto zurück und hat den ersehnten Sauerstoff mitgebracht, nun gehts nochmal so schnell und der 3. Schock ist da wobei die Herzdruckmassage nun schwierig wird, weil der Patient sich zusehendes dagegen werht. Blick auf den Monitor: Ein geordneter Rhytmus -> Griff zu Carotis und Radialis. <br />
Da der Patient ziemlich Adipös war ist der Puls an der Carotis nicht so schnell gefunden, aber an der Radialis! Top, wir haben mindestens eine Systole von 80 mmHg. <br />
Einer beobachtet den Monitor, einer legt ein 12-Kanal EKG an und der 3. misst Blutdruck. 150/90 und eine batzen ST-Hebung von V1-V4. Der Patient hat also einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/STEMI#Terminologie" target='_blank'>STEMI</a> (ST-Elevation Myocardial Infarction, ST-Hebungs Herzinfarkt).<br />
Gemäß der aktuellen Lehrmeinung werden dem Patient also folgende Medikamente verabreicht: ASS 500mg i.v., Heparin 4000 IE i.v., Paspertin 1 A i.v. und wie es so schön im Lehrbuch heißt <em>engmaschige Vitalzeichenkontrolle</em>.<br />
<br />
Der Patient klart zunehmend auf und ist mittlerweile kontaktierbar. Der Notarzt spricht sich mit dem zuständigen Spital aus, das heute für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PTCA#Koronarangioplastie" target='_blank'>akut PTCA</a> (Percutane Transluminale Coronar Angiographie bzw Angioplastie) zuständig ist. "<em>Waaas? So alt? Na, nehmen wir nicht. Fahrts auf eine normale Intensiv!</em>"<br />
Kann man nix machen, also flux mal ein Intensiv-Bett abgebucht und schon sind wir mit Aviso unterwegs in ein Spital unserer (Nicht)wahl. Der Patient bleibt die ganze Zeit über stabil und ist mittlerweile so klar, dass wir sogar mit ihm sprechen können. Eine Anamnese ist zwar nicht möglich aber zumindest erfahren wir, dass er keine Schmerzen hat und auch sonst nur Übel ist. Nicht schlecht für jemanden, der gerade reanimiert wurde und das mit über 80 Jahren!<br />
<br />
Angekommen im Spital erfolgt eine Übergabe wie im Bilderbuch mit einem kleinen Einschnitt, wir mögen gleich mal warten, weil der Patient kommt <em>bestimmt</em> gleich weiter auf eine PTCA. Nach einer kurzen Klärung der Situation erfolgen einige Telefonate und wieder mal gewinnt Bürokratie über Patientenwohl. Wir packen unseren Patienten wieder ein, natürlich erst nachdem er bereits 20 Minuten auf der Intensiv gelegen ist und unser gesamtes Monitoring abgebaut wurde, also zurück zum Start.<br />
Die Fahrt auf die PTCA erfolgt komplikationslos und auch die Übergabe dort. Auf den Hinweis, dass wir bereits eine Stunde früher dagewesen wären, wenn man uns denn lassen hätte, erhalten wir keinerlei Antwort.<br />
<br />
Schließlich und endlich kann man sagen, hat der Patient ein riesen Glück gehabt, dass wir gerade da waren und so schnell reagieren konnten. Hätte auch ganz anders ausgehen können. Die Tatsache, dass das ein oder andere Spital nicht so reagiert wie man es sich erwartet ist ja bekannt aber hat  in diesem Fall auch nicht zur Verschlechterung der Lage des Patienten geführt.]]></description>
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	<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 15:39:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Rettung, NAW, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Was sich so tut im Oktober [update]]]></title>
	<description><![CDATA[Nachdem hier so wenig erscheint, möchte ich wieder mal ein kleines Status-Update veröffentlichen:<br />
Typisch wienerisch möchte ich mit dem Wetter beginnen - denn es hat von Donnerstag auf Freitag um 20 °C abgekühlt was meiner Gesundheit und der einiger Mitmenschen nicht unbedingt zuträglich war. Man merkt die respiratorischen Infekte machen wieder häufiger die Runde.<br />
<br />
Nun aber zu den positiveren Sachen. Das neue Semester hat angefangen und da ich nun endlich das Studieren kann, was mich speziell interessiert ist die Motivation auch deutlich größer als zuletzt.<br />
So habe ich vor unter anderem dieses Semester folgende Lehrveranstaltungen zu besuchen:<br />
<ul><li>Spezielle Synthesemethoden</li><li>Analytische Problemlösungsstrategien</li><li>Organische Molekularchemie</li><li>Theoretische Chemie</li><li>Metallorganische Chemie</li><li>Koordinationschemie</li><li>Nomenklatur Organischer Moleküle</li><br />
</ul>
Außerdem gehts natürlich mim NFS-Kurs munter weiter, so haben wir Morgen eine Einheit <em>Spezielle Notfälle</em> und am Samstag geht es wieder mal ans Reanimieren im Rahmen eines Kinder-ALS (Advanced Life Support) Trainings. Hab mittlerweile auch angefangen den Stoff mal zusammenzufassen um ihn besser lernen zu können. Das wird noch eine anständig Hackn, hab ic doch erst 2 kleine Kapitel, für die ich jedoch schon 2 Tage gesessen bin.<br />
<br />
Da mein bisheriger Laptop nun schon einige Lenze auf dem Buckel hatte und ich regelmäßig an einem schönen Magengeschwür gearbeitet habe, wenn ich gezwungen war mit dem Werkl zu arbeiten, hab ich beschlossen mir einen neuen zu gönnen. Die Aktion von <a href="http://www.ubook.at" target='_blank'>UBOOK</a> kam mir da nur ganz recht und so hab am 2. Tag nach der Bestellung mein neues Baby in Brunn am Gebirge abholen können. <br />
Es ist ein <a href="http://shop.lenovo.com/deweb/de/de/learn/products/laptops/thinkpad/x-series/x220/index.html" target='_blank'>Lenovo X220</a> geworden und bis dato bin ich mit dem Gerät mehr als zufrieden. Es scheint solide verarbeitet, die Tastatur ist extrem angenehm, der Bildschirm ist klar und ohne Pixelfehler. Auch die Leistung übertrifft meinen Stand-PC bei einer sehr ansehlichen Akku-Leistung.<br />
<br />
Auch mein erstes mal im <em>Innclub</em> Passage hab ich am Freitag hinter mich gebracht. Der Philip hat Geburstag gefeiert und zu diesem Anlass zum Feiern geladen. Lustig wars und ich war vom Publikum positiv überascht, blos die Preise haben mich doch ziemlich erschrocken. Gut, dass wir eingeladen worden sind. Danke nochmal, Philip!<br />
<br />
Auch im KHD gibts bald wieder was zu tun, denn am 26.10 ist es wieder mal so weit: Das österreichische Bundesheer wird am Heldenplatz seine Leistungsschau abhalten und wir werden wohl wieder mal die Ambulanz stellen. An die Kollegen: Habt ihr eure Dienstmeldung schon abgegeben?<br />
Bin schon gespannt und freue mich auf neue Herausforderungen.<br />
<br />
So das wars erstmal von mir für heute.<br />
]]></description>
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	<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 23:40:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Allgemein, Uni, Technische Chemie, Rettung, KHD, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Verrückt?]]></title>
	<description><![CDATA[Montag war ich in der EDV-Abteilung tätig, am Abend Fortbildung über Kindernotfälle.<br />
Dienstag tagsüber EDV. Allerdings folgte Dienstag Abend wieder mal ein NFS-Abend-Kurs bis 22.00 versteht sich. Mittwoch wars dann ruhiger, Johannfrei sogar. Am Donnerstag untertags ruhiger Tag gefolgt von NFS-Kurs bis 22.00 Freitag Johannfrei. Samstag ganzen Tag Trauma-Szenarien-Training und was steht morgen an? Trauma Übungen aus dem NFS-Kurs. <br />
Und so geht es nächste Woche munter weiter. NFS-Kurs folgt auf EDV und das 2 mal die Woche. Einen Dienst am Notarztwagen. <br />
Sauviel zu tun, aber es macht einfach Spaß und an Tagen wie heute, wo ich körperlich total fertig bin, geistig ausgelutscht vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Trauma_Life_Support#Konzept" target='_blank'>ABCDE</a> des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PHTLS" target='_blank'>PHTLS</a> fühlt man sich einfach, als hätte man seinen freien Tag nicht sinnlos verplempert, sondern etwas für sich mitgenommen, dass einem sicherlich nochmal hilfreich sein wird.<br />
Außerdem ist so schönes Wetter :-)]]></description>
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	<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 18:58:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Allgemein, Medizin, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[EKG Seminar]]></title>
	<description><![CDATA[Das mit dem Wetter ist so eine Sache, kaum hat man frei wirds bekanntlich schlecht. Eigentlich darf man sich über das Wetter im Mai eh nicht beschweren, hat es doch kaum geregnet. Aber natürlich immer dann, wenn ich nen Tag frei vom Lernen oder NFS-Kurs gehabt hätte. So war es auch dieses Wochenende: Samstag frei - Regen, Sonntag EKG-Seminar - traumhafter Sonnenschein. Najo gut, genug gemotzt.<br />
<br />
Wie bereits der EKG-Kurs im Frühling dieses Jahres, hat auch das heute EKG-Seminar viel an Verständnis und Übung gebracht. Auch wenn manche EKG-Bilder sehr schnell und einfach erkennbar sind, so verstecken sich andere doch viel besser. Außerdem hab ich heute zum ersten mal die Bedeutung und das Bestimmen des <a href="http://www.ekg-online.de/lagetyp/lagetyp1.htm" target='_blank'>Lagetypes des Herzens</a> verstanden. <br />
Wer selbst trainieren will, kann das mit dem <a href="http://flexikon.doccheck.com/Lagetypen-Trainer" target='_blank'>Lagetypen-Trainer</a>, sehr empfehlenswert.<br />
<br />
Hat aber auch in anderen Belangen die Sicherheit gefördert, so hatte ich heute bei den wenigsten Übung-EKGs Probleme mit der Befundung. Die grundlegende Befundung erfolgt bei uns nach einem 6 Punkte Schema.<br />
1.) Elektrische Aktivität vorhanden? Ja/Nein?<br />
2.) Ist der Kammerrhytmus rhytmisch oder arrhytmisch?<br />
3.) Wie ist die Kammerfrequenz/Herzfrequenz?<br />
4.) Ist der QRS-Komplex schmal oder breit?<br />
5.) Ist eine Vorhofaktivität vorhanden? Ist die P-Welle normal konfiguriert?<br />
6.) Besteht zwischen Vorhof- und Kammeraktivität ein Zusammenhang? Sprich, folgt jeder P-Welle ein QRS-Komplex und geht jedem QRS-Komplex eine P-Welle vorraus? Ist die PQ-Zeit verlängert?<br />
<br />
Auf weitere Details wie Lagetyp, ST-Strecken-Hebung, QT-Zeit, Schenkelblockbestimmung kann dann im Anschluss eingangen werden.<br />
<br />
Besonders interessant fand ich folgende Tatsache: Ist auf dem EKG ein überdrehter Linkstyp zu sehen, so hat der Patient einen Linksanterioren Hemiblock, sprich der vordere Teil des linken Faszikels ist blockiert. Hat er gleichzeitig auch einen Rechtsschenkelblock, so spricht man von einem Bifaszikulären Block, was (fast?) immer eine Implantation eines Schrittmachers indiziert, da es wahrscheinlich ist, dass der letzte verbliebene der drei Faszikel auch noch ausfällt und dann ein AV-Block 3 ° bis hin zur Asystolie.<br />
]]></description>
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	<pubDate>Sun, 29 May 2011 23:40:00 +0200</pubDate>
	<author>potassium</author>
	<category><![CDATA[Medizin, Rettung, Notfallsanitaeter-Ausbildung]]></category>
</item>

	</channel>
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